Reverse Charge und UID-Prüfung
Kauft ein Unternehmen aus einem anderen Land mit gültiger UID-Nummer, rechnet Consho ohne Umsatzsteuer ab: Die Steuer schuldet der Empfänger (Reverse Charge).
Voraussetzungen
Reverse Charge greift nur, wenn alle vier Bedingungen zutreffen:
- Die UID-Nummer des Kunden wurde über VIES, das System der EU, als gültig bestätigt.
- Dein Shop hat selbst eine UID-Nummer: Shop-Konfiguration, Abschnitt „Umsatzsteuer“, Eigene UID-Nummer. Ohne sie gibt es nie Reverse Charge, weil Consho nur mit ihr den Nachweis (die Konsultationsnummer) erhält.
- Shop, Rechnungs- und Lieferadresse liegen in der EU, Rechnungs- und Lieferadresse in einem anderen Land als dem Heimatland des Shops.
- Die UID stammt aus dem Land der Rechnungsadresse – für Griechenland mit dem Präfix
EL.
Die Regel ist bewusst eng: Fehlt eine Bedingung, trägt die Bestellung Steuer. Checkout, Bestellung und Rechnung wenden dieselbe Regel an.
Die Prüfung
Der Kunde gibt seine UID im Teil Adresse ein; Consho prüft sie sofort. Antwortet VIES nicht rechtzeitig, steht dort „Die UID konnte gerade nicht geprüft werden. Sie können mit Steuer bestellen oder die Prüfung wiederholen.“ – mit dem Knopf „UID erneut prüfen“. Eine ungültige UID hält die Bestellung auf, bis der Kunde sie korrigiert oder entfernt.
Auf der Übersicht steht dann „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers (Reverse Charge)“.
Das Ergebnis bleibt am Mitglied: Prüfergebnis, Zeitpunkt, Nachweiskennung, die geprüfte UID und die UID des Shops, mit der gefragt wurde. Registrierung, „Persönliche Daten“ und das Backend prüfen die UID ebenfalls. Ein Ergebnis für dieselbe UID und dieselbe Shop-UID gilt zwölf Monate, eine geänderte UID wird neu geprüft; der Checkout übernimmt es für die eigene UID des Mitglieds.
Für Reverse Charge zählt nur ein Ergebnis vom Tag des Kaufs, auch bei Gästen. Ein älteres prüft Consho im nächsten Schritt oder beim Kaufklick erneut; ändert die Antwort die Beträge, führt der Kaufklick zurück zur Übersicht. Eine neue Prüfung im Checkout oder bei der Abo-Abrechnung schreibt Consho ans Mitglied zurück. Ein Konto aus einer Gastbestellung übernimmt das Ergebnis der Bestellung ohne Zeitpunkt – die nächste Prüfung, die einen braucht, fragt VIES neu.
Aus dem Frontend – Checkout, Registrierung, „Persönliche Daten“ – prüft Consho höchstens zehn UIDs je IP-Adresse in 15 Minuten; jede Prüfung ist eine Anfrage an VIES im Namen deines Shops. Darüber gilt die Prüfung als gerade nicht möglich: Die Bestellung trägt Steuer, „UID erneut prüfen“ bleibt offen. Das Backend und die Abo-Abrechnung zählen nicht mit.
Gibt der Mitgliedstaat den Namen heraus, steht er an der Bestellung im Abschnitt „Umsatzsteuer“ als Name bei VIES, neben der Konsultationsnummer. Consho vergleicht ihn nicht mit der Rechnungsadresse – das bleibt deine Prüfung: VIES bestätigt, dass es die Nummer gibt, nicht, dass sie dem Käufer gehört.
Wie eine geprüfte UID automatisch Nettopreise freischaltet, steht unter Preise, Kundengruppen und Währungen.
Auf der Rechnung
In der Shop-Konfiguration, Abschnitt „Rechnungsabsender“, trägst du den Hinweis bei Reverse Charge ein. Er erscheint nur auf solchen Rechnungen und wird beim Ausstellen eingefroren. Den Wortlaut verantwortest du.
Befunde
- Kein Hinweis bei Reverse Charge (Warnung): Eine solche Rechnung ginge ohne Hinweis hinaus.
- Dieselbe UID-Nummer in zwei Shop-Konfigurationen (Hinweis): Ist das ein Shop in mehreren Sprachen, gehört er auf eine Konfiguration – sonst laufen zwei getrennte Rechnungsnummernkreise.
- Abo-Kunde hat das Land gewechselt (Warnung): Das Kundenkonto nennt ein anderes Land als die letzte Rechnung. Consho stellt nichts um, Folgerechnungen gehen weiter an die bisherige Anschrift. Kläre den Wechsel mit dem Kunden; für das neue Land schließt er das Abo neu ab.